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GAP-Kampagne & Farm to Fork Strategie

Green Planet

Publié le
lundi 25 mai 2020 à 04:00

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Das Jahr 2020 ist ein Schlüsselmoment für die Zukunft der europäischen Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik. Die Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (kurz GAP) laufen bereits seit Monaten und die von der EU-Kommission angekündigte Farm toFork-Strategie sowie die Biodiversity Strategy werden heute erstmals veröffentlicht. Die Initiative Good Food Good Farming, die sich seit 2012 für eine umweltfreundliche, ressourcenschonende und sozial verträgliche Agrarpolitik einsetzt, hat zu diesem Anlass eine Videokampagne gestartet, an der sich Meng Landwirtschaft über 5 Wochen beteiligt.

In den folgenden Monaten werden wichtige Entscheidungen seitens der Europäischen Union und der nationalen Regierungen getroffen, die entweder den Weg zu einer nachhaltigen Landwirtschaft einleiten, oder im Gegenteil, weiterhin eine zerstörerische, nicht mehr zeitgemäße Agrarpolitik fördern werden. Reformen müssen jetzt endlich kommen, eine Umverteilung der Gelder und ein Umdenken sind dringend notwendig, wenn wir erstens die bevorstehende Klimakrise meistern und zweitens eine Situation, wie sie aktuell mit Covid-19 vorhanden ist, in Zukunft besser überstehen möchten.

Der Natur und der Biodiversität wurden besonders durch die geförderten Praktiken bereits viel zu viel Schaden zugefügt. Wenn wir eine zukunftsfähige und resiliente Ernährungspolitik erreichen und eine komplette Industrialisierung der Landwirtschaft verhindern möchten, dann müssen sich grundlegende Prinzipien, wie z.B. das der Hektarprämien ändern, denn alles hängt zusammen : sauberes Wasser, gesunde Böden, Tierwohl, Stop des Insektensterbens aber auch des Höfesterbens, denn die kleinen und mittleren Betriebe stehen vor großen Herausforderungen mit der aktuellen Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik. Die konventionelle Landwirtschaft stößt langsam aber sicher an ihre Grenzen wogegen sich der Biolandbau immer mehr, sogar - oder gerade - in Zeiten des Klimawandels, bewährt. Je mehr die Entscheidungsträger die notwendigen Anpassungen hinauszögern, umso stärker wird der Anpassungsdruck später sein.

Die Verhandlungen der GAP erweisen sich als schwerfällig. Nicht nur waren sich der Agrar- und der Umweltausschuss des europäischen Parlaments in vielen Punkten nicht einig, auch das Unvermögen der EU-Länder sich zu einigen hat dazu geführt, dass der Agrarausschuss am 28. April einer Verlängerung der bestehenden Agrarförderung für die nächsten zwei Jahre zugestimmt und das Parlament am 15. Mai abgesegnet hat, es sei denn der mehrjährige finanzielle Rahmen der EU und die GAP werden doch noch im Oktober 2020 angenommen. Sollte es bei dieser Übergangsverordnung bleiben, wird das bisherige Fördersystem der GAP mit seinen desaströsen Folgen für Umwelt, Biodiversität und letztendlich auch für eine bäuerliche Landwirtschaft ohne substantielle Änderungen um bis zu zwei Jahre verlängert. Die Chance eine “grüne” Wende, den Green Deal, auch in der Landwirtschaft umzusetzen, wäre somit verpasst. Diese Abstimmung für eine Verlängerung der bestehenden Subventionspolitik wird die bekannten und bedenklichen Schwächen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz weiter verschärfen.

Für die EU-Farm-to-Fork-Strategie war die EU-Kommission bisher zurückhaltend und es ist nicht viel über ihren Inhalt bekannt. Sollten die Strategien, wie einige Umweltverbände aus Brüssel verlauten lassen, tatsächlich darauf setzen, eine verbindliche RenaturierungsAgenda zu starten, Naturschutzgebiete ernst zu nehmen und auszubauen, und Treiber des Biodiversitätsverlustes anzugehen, haben sie Applaus verdient. Im Bereich Landwirtschaft sah der Entwurf tatsächlich ambitionierte Ziele für die Reduktion von Pestiziden (-50% bis 2030) vor sowie eine drastische Senkung des Düngereinsatzes und einer signifikanten Erhöhung von Landschaftselementen wie Hecken oder Blütestreifen (min. 10%). Natürlich steckt der Teufel dann im Detail, und es kommt darauf an, wie genau die Instrumente ausgestaltet und operationalisiert werden.Â

Fragwürdig ist auch wie kompatibel die EU-Farm-to-Fork-Strategie überhaupt mit der GAP sein wird. Wie wird es aussehen wenn der Versuch die Nahrungskette der EU nachhaltig, resilient und naturfreundlich zu gestalten auf eine GAP stößt, die weiterhin umweltschädliche und destruktive Praktiken für Betriebe und Landwirte*innen finanziert ?

Da wir in die heiße Phase der Verhandlungen über die GAP-Reform eintreten, ist es an der Zeit zu verhindern, dass die Politik ein weiteres Jahrzehnt vergeudet ! Die europäische Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik muss aufgewühlt werden. Deswegen hat Meng Landwirtschaft sich mit ihren Partnerorganisationen an die GoodFoodGoodFarming Kampagne geschlossen, die die Politik, insbesondere die EU-Parlamentarier auffordert, sich für eine zeitgemäße Agrarpolitik einzusetzen, die dem Klima, der Umwelt UND den Bäuerinnen und Bauern zugute kommt. Alle Videos zum Themen werden in den folgenden Wochen in verschiedenen Sprachen auf Social Media veröffentlicht.

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lundi 25 mai 2020


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