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Restabfallanalyse 2019

Politique & Gouvernance

Publié le
mardi 25 juin 2019 à 04:00

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Das Umweltamt führt seit 1992 in regelmäßigen Abständen eine Restabfallanalyse in Luxemburg durch. Hierbei werden die Restabfälle repräsentativer Gemeinden manuell sortiert um anschließend Aussagen über das Abfallverhalten der Luxemburger Haushalte treffen zu können : Welche Abfallfraktionen sind noch in großen Mengen wiederzufinden ? Welche Beobachtungen können in Bezug auf frühere Analysen gemacht werden ? Tauchen unerwartete neue Abfallarten in größeren Mengen auf ? Wie haben sich abfallwirtschaftliche Maßnahmen auf die Restmüllzusammensetzung ausgewirkt ?

Ziel der Analyse ist, die verschiedenen Arten an Abfällen zu dokumentieren, die sich im Restabfall befinden. Ein besonderes Augenmerk wird natürlich auf die Abfälle gelegt, wo separate Sammelsysteme bestehen. Diese sollten demnach über diese Wege getrennt eingesammelt werden, um sie später stofflich oder thermisch wieder zu verwerten oder zu recyceln : Verpackungen, Lebensmittelabfälle, Metalle, Elektronikgeräte, Textilien,…

Was versteht man unter Restabfall ?

Unter Restabfall werden alle gemischten Abfälle verstanden, die im Rahmen der öffentlichen Müllabfuhr über die in Luxemburg umgangssprachlich genannte schwarze Tonnen erfasst werden.

Wie läuft eine solche Restabfallanalyse ab ?

Stellvertretend für alle Gemeinden des Landes werden Proben aus 16 repräsentativen Gemeinden in 2 Sortierkampagnen (von jeweils 4 Wochen) analysiert. Den gesamten Abfall des Landes zu analysieren würde den Rahmen einer solchen Studie sprengen. Stichproben für die Sammlungen werden demnach strategisch ausgewählt, und nach geographischen (Syndikate), demografischen (Siedlungscharakteristika, Bevölkerungsdichte) und abfallwirtschaftlichen (Behältervolumen, Biotonnenanschluss, Recyclingparkanschluss,…) Kriterien ausgesucht. 2019 wurden 16 Gemeinden beprobt.

11 verschiedene Abfallfraktionen werden dabei getrennt und beziffert : von Plastik, Papier und Metallen hin zu Textilien, Lebensmittelabfällen oder Problemstoffen, wie beispielsweise Kosmetik- oder Hygieneartikel. Diese werden dann in 27 Unterkategorien noch detaillierter untersucht.

Auf einem sogenannten Probe-Umladeplatz wurden die Anlieferungen der verschiedenen Gemeinden aus Müllsammelfahrzeugen in die bereitstehenden leeren Müllgroßbehälter gefüllt. Diese Behälter werden am darauffolgenden Werktag zum Sortierplatz in Colmar-Berg transportiert, wo sie relativ schnell manuell sortiert werden um unangenehme Geruchs- oder Keimbildungen zu vermeiden – unter anderem zum Schutz des Personals.

Saisonale Einflüsse werden durch die zweimalige Beprobung, je einmal im Winter- und Sommerhalbjahr, berücksichtigt. Die erste Sortierungsphase fand im Februar dieses Jahres statt. Die zweite Phase wird noch bis zum 21ten Juni andauern.

Die gesammelten Daten werden dann zum Erstellen eines Analyseberichts genutzt, der Ende 2019 fertig gestellt und publiziert wird.

Was passiert anschliessend mit den analysierten Abfällen ?

Die Abfälle werden fachgerecht Ihren jeweiligen Verwertungs- oder Entsorgungswegen zugeführt - wie beispielsweise die organischen Abfälle, die den Kompostierungs- oder Biogasanlagen zugeführt werden.

Vergleichende Statistiken und Tendenzen

Die folgende Tabelle stellt die Resultate der vergangenen Restabfallstudien vergleichend dar. Die Tabelle 2019 beschreibt die aktuell angenommenen Tendenzen im Vergleich zum Vorjahr 2013/2014. Die Tendenzen für das Jahr 2019 sind jedoch nicht definitiv bestätigt bis die Analysen abgeschlossen sind.

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Beobachtungen

Problemstoffe : Im Zuge der Restmüllanalyse 2013/2014 sind besonders die Problemstoffe, wie beispielsweise Medikamente, Batterien, Elektroschrott, Farben, Lacke, Altöl, Gasflaschen,... aufgefallen. Wenngleich die Zahlen bisher leicht rückgängig waren, lassen erste Beobachtungen darauf schließen, dass sich die Menge dieser Abfälle wieder vermehrt im Restabfall befinden, obwohl beispielsweise Medikamente und Kosmetika bereits gezielt und verstärkt von der Superdreckskëscht separat eingesammelt werden – über die mobile Sammlung, in Recyclinghöfen und in Apotheken.

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Hygieneartikel : Abfälle, die in diese Kategorie fallen sind unter anderem Feuchtetücher, Tampons, Binden oder sonstige Einlagen, Pads oder Toilettenartikel. Erste Beobachtungen lassen darauf schließen dass diese Abfälle sich vermehrt im Restmüll befinden.

Kaffeekapseln : Vor allem hat allerdings die Menge an Kaffeekapseln überrascht : hochgerechnet rund 40.8 Millionen Kapseln wurden im Jahr 2013 über den Restmüll entsorgt. Auch dieses Jahr werden erneut hohe Mengen an Kaffeekapseln im Restmüll beobachtet. Ob sich der steigende Trend bestätigt, trotz separater Sammelsysteme im Fachhandelt, werden die Analysen Ende des Jahres ergeben.

Bioabfall : Bei der Arbeit am Sortierband ist sofort ersichtlich ob es sich um eine Gemeinde handelt die eine Biotonne anbietet oder nicht. Ist keine Biotonne vorhanden kann diese Fraktion bis zu 30% des Restabfalls darstellen, obwohl eine Verwertung in Kompostierungs- oder Biogasanlagen nicht nur obligatorisch, sondern auch deutlich sinnvoller und umweltfreundlicher ist. Erste Beobachtungen lassen darauf schließen, dass die Mengen an Bioabfall im Restmüll abnehmen.

Weitere Beobachtungen : Textilien, Kunststoffe, Papier und Karton, sowie Materialverbunde sind ersten Beobachtungen des Studienbüros zufolge rückgängig. Ersten Tendenzen zufolge befinden sich also weniger solcher Abfälle im Restmüll (der schwarzen Tonne) als während der letzten Analyse.

Fazit

Die abschließenden Ergebnisse der Studie werden Ende des Jahres vorliegen. Sollten sich die Beobachtungen bestätigen, werden diese Entwicklungen genauer untersucht um festzustellen wieso eine Verschlechterung festzustellen war und welche Maßnahmen daraufhin genommen werden müssen.

Weitere Informationen : Ministerium für Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung
Photo : ©AEV

Publié le
mardi 25 juin 2019


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