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Bauern nicht pro Hektar fördern, sondern für ihre Ökodienstleistungen !

Green Planet

Publié le
jeudi 11 avril 2019 à 04:00

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Auf Einladung von Bio-Lëtzebuerg asbl kamen am Mittwoch rund 40 Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft in Munsbach zusammen, um Forderungen für die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) nach 2020 zu erarbeiten.

Begleitet wurde der Workshop von Umweltministerin Carole Dieschbourg und Landwirtschaftsminister Romain Schneider. Am Vorabend hielt GAP-Experte Nicolas de Vega von IFOAM – Organics International einen Vortrag über den aktuellen Verhandlungsstand in Brüssel.

Die GAP nach 2020 : Wie geht’s weiter ?

  • Aktuell verhandelt Brüssel über die neue GAP-Förderperiode ab 2020
  • Eine Einschränkung der Förderung für Biobetriebe ist nicht ausgeschlossen
  • In Luxemburg soll die Bio-Landwirtschaft bis 2025 20% betragen

EU-Rahmen im Sinne des Luxemburger Biolandbaus umsetzen

Für die luxemburgische Bio-Szene ist es wichtig, die Fördermöglichkeiten der GAP so nutzen zu können, dass das politische Ziel „20% Biolandbau bis 2025“ auch tatsächlich erreicht werden kann. Vom neuen Bio-Aktionsplan, der laut Minister Schneider im Sommer fertiggestellt sein soll, erwartet Bio-Lëtzebuerg konkrete und ambitionierte Umsetzungsmaßnahmen.

Weg von Flächenprämien, hin zur Förderung ökologischer Leistungen

Ein biologisch wirtschaftender Bauer erweist der Gesellschaft viele ökosoziale Dienste, denn der Verzicht auf Kunstdünger und Chemie kommt Boden, Grundwasser, Pflanzen, Insekten und letztlich auch dem Menschen zugute. Bisher werden solche Leistungen im Rahmen der GAP jedoch nicht ausreichend entlohnt. Stattdessen bemessen sich die EU-Fördergelder nach der bewirtschafteten Fläche. Hinzu kommt, dass in Luxemburg rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gar nicht im Besitz von Landwirten sind. Von der EU-Flächenförderung profitieren deshalb im schlimmsten Fall nicht Bauern, sondern Bodenspekulanten. Umso sinnvoller ist es, die bäuerliche Arbeitskraft zu fördern.

Bäuerliche Arbeit muss sich auch für den Bauern lohnen

In einem Punkt waren sich alle Teilnehmer einig : Ziel der europäischen und luxemburgischen Landwirtschaftspolitik sollte es sein, dass (Bio)-Landwirte von ihrer Arbeit gut leben können. Neben Förderanreizen ist auch der Markt entscheidend, Produktion und Verbrauch müssen zusammengeführt werden.
Daniela Noesen, die Direktorin von Bio-Lëtzebuerg, sieht genau hier das Problem : Solange die wahren Kosten der Lebensmittelproduktion wie z.B. Grundwasserverschmutzung und Insektensterben nicht mit eingerechnet werden, ist es für Biobauern schwierig, konkurrenzfähig zu sein. Skaleneffekte in der Rohstofferzeugung und Weiterverarbeitung sind in einem kleinen Land nicht zu realisieren. Für die Verbraucher ist das oft nicht transparent, sie wollen aber regionale, möglichst biologisch erzeugte Produkte.

Hintergrund :

Die GAP-Verhandlungen in Brüssel gestalten sich schwierig. Mit Blick auf die nächste Förderperiode ist mit Budgetkürzungen für die Landwirtschaft, insbesondere für Biolandwirte, zu rechnen, wie die am Montag erfolgte Abstimmung im zuständigen Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments nahelegt. Ein Abschluss vor den Europawahlen im Mai ist nicht in Sicht. Der Beginn der nächsten Förderperiode wird sich also verschieben. Somit besteht für die Landwirte derzeit keine Planungssicherheit.

Bio-Lëtzebuerg - Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft Lëtzebuerg asbl ist die Interessenvertretung der luxemburgischen Bio-Bauern und hält in Luxemburg die Markenrechte für „Demeter“ und „Bio LËTZEBUERG“.

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Pressemitteilung Bio-Letzebuerg
Bild 1, BU : Nicolas de la Vega stellt das Gesamtergebnis vor © Bio-Lëtzebuerg asbl
Bild 2, BU : Präsentation der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen ©Bio-Lëtzebuerg asbl

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jeudi 11 avril 2019


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